Das Smartphone-Jahr der Giganten: Apples iPhone 18 Pro und der Kampf um den Foldable-Markt

In knapp einem halben Jahr steht der Smartphone-Branche ein heißer Herbst bevor. Apple rüstet sich für die Präsentation seiner neuen iPhone-18-Generation und wagt voraussichtlich den lang erwarteten Schritt in den Foldable-Markt. Der südkoreanische Konkurrent Samsung sieht dem Treiben allerdings nicht tatenlos zu. Mit einer strategischen Großoffensive wollen die Koreaner ihre Vormachtstellung bei faltbaren Geräten verteidigen, bevor der Rivale aus Cupertino überhaupt den Ring betritt.

Samsung geht mit dem „Wide Fold“ in die Offensive

Berichten der koreanischen Publikation ET News zufolge plant Samsung die Produktion von rund einer Million Einheiten eines neuen „Wide Fold“-Modells. Für den Konzern ist es die größte Startauflage eines Sondermodells seit drei Jahren. Daran lässt sich die enorme Wichtigkeit des Projekts ablesen. Geplanter Marktstart ist bereits das dritte Quartal, vermutlich im Juli, zeitgleich mit dem Galaxy Z Fold 8 und Z Flip 8. Ziel dieser frühen Positionierung ist eindeutig Apple. Der US-Konzern soll beim Markteintritt keine unbesetzten Formfaktoren vorfinden.

Das neue Samsung-Gerät setzt im aufgeklappten Zustand auf ein 7,6 Zoll großes OLED-Display im 4:3-Format sowie ein 5,4 Zoll messendes Außendisplay. Gerade das breitere Format bietet handfeste Vorteile. Dokumente und Webseiten lassen sich im 4:3-Verhältnis deutlich übersichtlicher darstellen als auf sehr langgezogenen Bildschirmen. Gleichzeitig reagiert Samsung damit auf die vielfache Kritik an den bisher oft zu schmalen Außenbildschirmen der regulären Galaxy-Fold-Reihe.

Die Entscheidung für genau dieses Format kommt nicht von ungefähr. Beobachter der Branche gehen davon aus, dass auch Apple im Herbst ein faltbares Gerät mit einem ähnlichen Seitenverhältnis aus dem Hut zaubern wird. Aufgeklappt soll das Erstlingswerk der Kalifornier stark an ein iPad Mini erinnern, während es zusammengefaltet etwas breiter und kürzer als ein herkömmliches iPhone ausfällt. Branchenanalyst Ming-Chi Kuo prognostiziert für das kommende Apple-Foldable beachtliche Verkaufszahlen von acht bis zehn Millionen Stück. Samsung rechnet sich für sein eigenes Gerät offenbar einen ähnlich großen Erfolg aus.

iPhone 18 Pro: Evolution statt Revolution beim Design

Abseits der neuen Foldable-Sparte richtet sich der Fokus natürlich auf das klassische Flaggschiff-Lineup, das wie gewohnt im September erwartet wird. Nach den drastischen Änderungen der iPhone-17-Serie, die mit einem neuen Design, der Rückkehr zum Aluminiumgehäuse und einer Vapor-Chamber-Kühlung punktete, stehen beim iPhone 18 Pro und Pro Max eher gezielte Feinschliffe an. Gehäusetechnisch bleibt Apple wohl beim bewährten Aluminium-Unibody und dem markanten Kamerablock auf der Rückseite.

Farblich zeichnet sich jedoch ein Richtungswechsel ab. Statt des zweifarbigen Looks der Vorgängermodelle setzen die neuen Pro-Geräte offenbar auf ein komplett einheitliches Farbschema. Nach dem großen medialen Interesse am Farbton „Cosmic Orange“ verdichten sich die Hinweise, dass das iPhone 18 Pro in einem edlen Burgunderrot oder einem ähnlich tiefen Rotton debütieren wird.

Kompaktere Dynamic Island und mehr Ausdauer

Bei den Bildschirmgrößen bleibt alles beim Alten. Das iPhone 18 Pro wird voraussichtlich weiterhin ein 6,3 Zoll großes OLED-Panel bieten, während das Pro Max mit den bekannten 6,9 Zoll aufwartet. Eine sichtbare Neuerung dürfte jedoch die Aussparung am oberen Bildschirmrand sein. Aktuelle Leaks deuten darauf hin, dass die Dynamic Island um stolze 35 Prozent schrumpft. Möglich wird dieser Platzgewinn durch die Verlegung der Face-ID-Sensoren direkt unter den Bildschirm, wodurch ein wesentlich kleinerer Cutout ausreicht.

Unter der Haube sorgt der noch unangekündigte A20 Pro Chip für den nötigen Antrieb. Gefertigt im hochmodernen 2-Nanometer-Verfahren, soll der Prozessor eine spürbare Leistungssteigerung von bis zu 15 Prozent erzielen. Gleichzeitig arbeitet er 30 Prozent energieeffizienter als der aktuelle A19 Pro.

Diese gesteigerte Effizienz dürfte sich zusammen mit etwas üppigeren Akkus spürbar auf die Laufzeit auswirken. Für das iPhone 18 Pro Max wird eine Kapazität zwischen 5.100 und 5.200 mAh erwartet. Das stellt einen soliden Zuwachs gegenüber dem direkten Vorgänger dar. Zur Einordnung: Das iPhone 17 Pro Max wurde in der reinen eSIM-Variante mit einem 5.088-mAh-Akku ausgeliefert, während das indische Modell lediglich über eine Zelle mit 4.823 mAh verfügte.