Morgen, am 21. Mai, lässt Xiaomi auf dem chinesischen Markt endgültig die Katze aus dem Sack. Doch wie so oft in der Tech-Welt hat Geekbench die Überraschung schon vorab ein wenig torpediert. Das kommende Xiaomi 17 Max – in den Datenbanken unter der eher sperrigen Modellnummer 2605EPN8EC gelistet – hat sich blicken lassen und bringt ordentlich Feuerkraft mit. Unter der Haube werkelt der neue Snapdragon 8 Elite Gen 5, flankiert von satten 16 GB RAM und Android 16. Was das konkret in Zahlen heißt? 3.750 Punkte im Single-Core und stolze 11.674 im Multi-Core bei Geekbench 6.7.1.
Damit schiebt sich das Max-Modell nicht nur locker über den aktuellen Durchschnitt dieses SoCs (der bei etwa 3.651/11.188 liegt), sondern verweist in unseren Tests sogar das hauseigene Xiaomi 17 Ultra mit seinen 3.722 und 11.411 Punkten knapp auf die hinteren Plätze.
Unter der Haube: Speicher und Thermik
Um diese hohen Taktraten bei ausgiebigen Gaming-Sessions oder heftigem Multitasking auch dauerhaft halten zu können, hat Xiaomi das Innenleben offenbar radikal umgebaut. Die Kühlarchitektur wurde neu konzipiert. Das ist auch bitter nötig, um die Leistung des schnellen LPDDR5X-Arbeitsspeichers und des UFS-4.1-Storage ohne thermische Engpässe auf die Straße zu bringen.
Display-Tech und ein echter Dauerläufer
Richtig spannend wird es abseits der reinen CPU-Zahlen. Xiaomi packt einen massiven 8.000-mAh-Akku vom Typ „Jinshajiang“ in das Gehäuse. Dass das kein reines Marketing-Blabla ist, demonstrierte der Hersteller kürzlich in einem Livestream: Beim Video-Streaming machte das 17 Max gleich zwei iPhone 17 Pro Max nacheinander platt. Eine ziemliche Ansage an die Konkurrenz aus Cupertino.
Auf der Vorderseite prangt ein 6,9 Zoll großes, flaches Panel mit hauchdünnen Rändern, das bei der Diagonale exakt mit dem 17 Ultra und 17 Pro Max gleichzieht. Xiaomi tauft das Ganze Super Pixel Display. Durch ein völlig neues RGB-Subpixel-Layout und spezielle rote Leuchtmaterialien soll es nahezu 2K-Schärfe liefern, dabei aber weniger Strom aus dem Akku nuckeln als ein gewöhnliches 1,5K-OLED. Dazu gibt’s 120 Hz LTPO-Technik, symmetrische Stereo-Lautsprecher und – für viele ein lang ersehntes Feature – einen Ultraschall-Fingerabdrucksensor unter dem Glas.
Kamerasystem und die drohende Preisexplosion
Auch bei der Kamera macht das Max seinem Namen alle Ehre und grenzt sich messbar vom Rest der 17er-Reihe ab. Während die Geschwistermodelle primär auf 50-Megapixel-Sensoren setzen, klotzt das 17 Max mit einer Leica-optimierten 200-MP-Hauptkamera samt gigantischem 1/1,4-Zoll-Sensor. Begleitet wird dieses Setup von einer 50-MP-Ultraweitwinkelkamera und einer 50-MP-Periskop-Linse für dreifachen optischen Zoom.
Neben dem Xiaomi 17 Max stehen für das morgige Event übrigens auch das Xiaomi Band 10 Pro, das Xiaomi YU7 GT sowie weitere Gadgets auf dem Plan. Auch der globale Launch der neuen Xiaomi 17T-Serie wurde bereits abgenickt.
Doch die Vorfreude auf die neue Hardware-Generation bekommt einen Dämpfer, wenn man den breiteren Markt betrachtet. Xiaomi hat die Produktion seiner ultradünnen Smartphones vorerst auf Eis gelegt. Der Grund dafür sind die extrem anziehenden Speicherpreise. Der Konzern warnt ganz offen davor, dass Flaggschiff-Smartphones im Jahr 2026 die magische Grenze von 10.000 Yuan (umgerechnet rund 1.468 US-Dollar) durchbrechen könnten. Ein Trend, der unweigerlich auch die High-Capacity-Modelle auf dem Weltmarkt treffen wird, da die Hersteller ihre Portfolios an die steigenden Komponentenkosten anpassen müssen. Man darf also gespannt sein, wie viel dieser technischen Muskelspiele am Ende vom Kunden bezahlt werden müssen.
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